Was gegen Bauchschmerzen bei unserem Baby geholfen hat.

Als ich Mama geworden bin war mir klar, dass das Bauchwehmonster auch uns eines Tages besuchen würde. Was mir allerdings nicht klar war ist, das es manchmal gar keine Bauchschmerzen sind die das Schreien hervorrufen.
Aber erst einmal zu den Tipps die wir als gut befunden und für uns eingesetzt haben. Zunächst einmal sollte man alle Faktoren abwägen, warum das Baby schreit:

  1. Hat es Hunger?
  2. Hat es eine volle Windel?
  3. Ist es müde bzw. hat es genug geschlafen?
  4. Macht es eine Wachstums- oder Entwicklungsphase durch?

Wenn ihr all das versucht habt und diese Fragen ausschließen könnt, könnt ihr mit folgenden Tipps gegen Bauchweh weitermachen.

  1. Babymassage:
    Meist sitzt Luft quer und die Verdauung kommt nicht so richtig in Gang. Das merkt man, wenn die Windel nicht wie sonst voll war. Dann kann man mit z.B. Mandelöl in sanft kreisenden Bewegungen um den Bauchnabel im Uhrzeigersinn streichen.
  2. Babytrage oder Tragetuch:
    Baby in das Tragetuch oder die Trage nehmen und raus an die frische Luft gehen eine Runde laufen. Nach 10-15 Minuten sollten die Kleinen aufhören zu schreien und im besten Fall einschlafen. Bei uns hat das in 80-90% der Fälle am Besten funktioniert. Denn häufig sind es die äußeren Eindrücke die das Baby nicht zur Ruhe kommen lassen. Zum einen wird es in der Trage von all dem abgeschirmt. Zum anderen ist es euch ganz nah und hört euren Herzschlag, was sehr beruhigt.
  3. Fliegergriff anwenden:
    Das bedeutet, dass man das Baby mit dem Bauch auf den Unterarm legt, der Kopf zeigt zum Ellbogen. Die flache Hand liegt somit auf dem Bauch des Babys. Jetzt einfach sanft wippen und somit die Verdauung etwas in Gang bringen. Auch hier hört das Baby in 90% der Fälle direkt auf zu schreien.
  4. Ooohhhhmmmmm:
    Das ist eine Methode die mein Mann sehr oft anwendet und die außerordentlich gut funktioniert. Er hat irgendwann ein youtube Video dazu gesehen und es einfach nachgemacht. Tatsächlich macht ihr einfach mit einer etwas tieferen Stimme immer oooohhhmmmmm, ooooohhhhmmmm, oooohhhhmmmm. Es hat etwas meditatives und beruhigendes und unsere Kleine hat bei den größten Schreiattacken dann direkt aufgehört. Ich fand es selbst sehr überraschend und wundere mich bis heute. Aber für uns hat es wirklich super funktioniert.
  5. Abhalten:
    Das Baby so halten als ob es auf der Toilette sitzen würde, also quasi in einer Hockposition mit dem Rücken zu euch. Am Besten einfach googeln damit ihr wisst was ich meine. Das hilft beim Stuhlgang oder zumindest um Luft loszuwerden.
  6. Homöopathische Mittel:
    Wir haben BiGaia zu Beginn gegeben, was natürlich gegen Koliken und Blähungen hilft.
    Wala Carum Cavi Säulingszäpfchen haben wir ebenfalls genutzt. Das sind Kümmelzäpfchen die wir anwenden, wenn keine der oben genannten Tipps funktionieren und die Kleine sich die ganze Zeit vor Bauchschmerzen windet und sehr viel Blähungen hat. Meist kommt das Zäpfchen kurz danach wieder mit dem Stuhlgang raus, weil es anscheinend die Verdauung direkt anregt. In jedem Fall beruhigt es und hat es schon manche Male gerettet. Das ist aber nur die Ausnahme und kommt nicht so häufig vor.
    Chamomilla Globuli haben bei uns gut funktioniert. Davon geben wir aber nur ein Globuli und auch nur, wenn sie wirklich schreit und es ihr nicht gut geht.

Unabhängig von den oben genannten Tipps ist es in jedem Fall auch noch wichtig zu erwähnen, dass oftmals geschrien wird, wenn eine Wachstums- oder Entwicklungsphase durchlaufen wird. Ich nutze hier die App “Oh je ich wachse” um die Schübe mitzubekommen. Das verwechselt man dann gerne auch mal mit Bauchschmerzen.
Außerdem habe ich festgestellt, dass sie Sicherheit und feste Orte braucht. Das heißt ich habe sie jeden Morgen nach dem aufstehen auf Ihre Spieldecke gelegt. Das war ein Ritual, dass sie kannte und ihr Sicherheit gegeben hat. Mit der Zeit konnte sie immer länger dort liegen bleiben ohne dass ich ständig bei ihr sitzen musste. Vorher war das unmöglich, weil sie sich gar nicht ablegen lassen hat und nur getragen werden wollte.

Abends hat sie zu Beginn häufig geschrien und wir dachten immer es wären Bauchschmerzen. Aber mit der Zeit haben wir erkannt, dass sie abends Ruhe braucht und dass sie Angst vor der Dunkelheit hat. Besonders wenn sie nachmittags eingeschlafen und aufgewacht ist, wenn es schon dunkel war. Also bin ich rechtzeitig mit ihr abends ins Schlafzimmer gegangen und habe sie bei sanftem Licht gestillt und ihre Spieluhr angemacht. Die Schreianfälle wurden dadurch deutlich weniger und sie kannte das Ritual bevor es ins Bett ging abends, was ihr Sicherheit gegeben hat. Zumindest haben wir das so für uns beobachtet.

Ich hoffe ihr konntet mit den Tipps etwas anfangen. Das sind keine medizinisch fundierten Tipps, sondern einfach Dinge die wir persönlich für uns ausprobiert haben und die ich gerne mit euch teile. Denn ich hätte mir viel Ärger ersparen können, wenn ich die Tipps schon vorher gekannt hätte. Das bedeutet aber nicht, dass sie bei euch genauso funktionieren müssen. Dennoch freue ich mich, wenn etwas neues für euch dabei war und eure kleinen Mäuse auch bald entspannter sind.




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